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Schreiben

Schreiben lief ähnlich wie Zeichnen und Malen neben Beruf, Familie eher nach dem Zufallsprinzip nebenher. Erste Versuche als Teenager mit Weltschmerzgedichten fanden sehr bald den Weg in den Papierkorb. Dann war lange nichts. Und seltsamerweise mit dem frühen Tod des Vaters wurde das Schreiben zu einer engagierten Beschäftigung. Und die Stoffe hatten viel mit dem Leben unter eher schwierigen Bedingungen zu tun, aber auch mit der romantisierenden Erinnerung an Kindheitstage.

Die erste größere Geschichte entstand aus einer tiefen Empathie für Vaters Schicksal in der DDR, die zweite angeregt durch viele Gespräche mit einem jungen Geistlichen, den das Thema Friedensbotschaft der Bibel unter den Bedingungen des Kalten Krieges intensiv beschäftigte.

Gelegenheiten zum Schreiben von Liebeslyrik gab es freilich auch.




Schreiben Textbeispiele Mein Textbuch Presse



Textbeispiele Lyrik


 

  
   Am Meer 1
   

Am Meer 2

Wie ein Fass
steht die Nacht über'm Meer.
Der Mond - hereingeschlüpft
durch ein Spundloch.
Er steht
auf der Schulter der Bake,
der linken.

Ich stütz meinen Arm
auf den Leuchtturm,
entzünde die Pfeife
am Feuerschiff.
Dem Mond steigt der Rauch in die Nase.
Er fragt, welche Marke ich rauche.
Querbeet, sage ich, und paffe.

Ich leg meine Pfeife aufs Meer.
Die Möve muss niesen.
Dröhnend putzt sich
der Dampfer die Nase.

Ein Schiff läuft als Fackelzug aus;
glühendes Pech fällt aufs Meer.

Schick mir den Mond mal herüber!
ruf ich zur Kugelbake hinüber.

Ein Stups mit der Schulter, der linken,
und langsam über ein Wolkentuch
rollt er zu mir,
nimmt Platz auf der Pfeife.
Warm hast du's hier, sagt er,
und macht sich's gemütlich.

Hinein in den Pfeifenkopf
drück ich zwei Wangen voll Wind.
Er friert und macht sich davon,
dorthin, wo Rum schwappt in Bojen.

 

Sonne
vom Herbstwind gebrochen
Tang
auf die Steine gespült
schattenhaft
Flecken von Wasser
Spuren der Flut
morgens
im Flimmer
des Lichtwasserspiels

Geblendetes Auge
fällt
satt in das Gras

Landeinwärts
der Sturm in den Wipfeln
ein Zittern
hinab bis zum Schilf

In der Nacht
das Ohr an der Muschel
Aus dem Rauschen
trinkend Schlaf

Fenster glühend
wie Augen des Weisheitsvogels
Geäst zuckend
im Lichtschein
nachtumfangener Schiffe

Ich
alles
im Sinn verzehrend
Gischt
Watt
die Muschelschalen
im Sand
flutendes
ebbendes Meer


Du sprichst

Torkelnd
taumelnd
tanzend
kommt
deine Stimme
auf mich zu:
ein
frisch
geschlüpftes
Nachtpfauenauge.


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Mein erstes Buch


 
Es bekam den Titel "Zeitwasserzeichen am Wegrand - Prosa, Lyrik", 150 S.  und ist 2018 im Verlag Tredition erschienen. Der Titel lehnt sich an eine Gedichtzeile aus einem Text an, der das Thema Meer und Küste zum Gegenstand hat, ein Thema, das mich immer wieder fasziniert hat und dem ich vielleicht meine besten Texte verdanke. In diesem Text heißt es allerdings "Zeitwasserzeichen am Sturmstrand".

Der Titel des Buches beinhaltet für mich etwas vom Flüchtigen, das eine Biographie letztlich an sich hat; und es ist nicht zu übersehen, dass die Texte autobiographische Inhalte haben, jedenfalls überwiegend. Es war einiges zu bewältigen, was meiner Generation die Zeitläufte an unausweichlichen Erfahrungen beschert haben. Es hatte auch etwas Befreiendes, sich diese Dinge ein wenig von der Seele zu schreiben. Nach den unbeschwerten Zeiten einer Kindheit folgten Kriegseinwirkungen, Flucht und Vertreibung, zeitweilige "Berührungen" mit den Staatsorganen der ehemaligen DDR und schließlich nach Zeiten politischer Nötigung die Flucht ein Jahr vor dem Mauerbau, der 1961 stattfand. Das Buch kann im Buchhandel erworben werden.

Mein zweites Buch

Es erschien ebenfalls 2018 im Verlag Tredition unter dem Teitel "Zwei ungemütliche Geschichten", 225 S.,Euro 16,99. Am Buchdeckel heißt es: 

"Was macht eine Geschichte „ungemütlich“?  Wenn sie, abends im Bett gelesen, einen am Einschlafen hindert? Wenn man ein Unbehagen verspürt beim Lesen am Sonntagnachmittag, bequem im Sessel sitzend, vielleicht bei einem Glas Rotwein? Ist vielleicht eine  Geschichte “ungemütlich”, die berührt, aufwühlt, weil sie so verdammt nach Leben “riecht”?

Ich lade ein zu zwei Geschichten, die auf je eigene Weise berühren, die erste lebt von prallem ungemütlichem Leben, in dem wir einer kleinen Familie, Mutter, Vater und Sohn, begegnen, die etwas durchlebt, was man schicksalhaft nennen könnte, was aber auch von realen, man könnte sagen, politischen Verhältnissen bestimmt ist. Es ist nicht falsch, von Tragik zu sprechen.

Die zweite Geschichte ist ganz anderer Art. Auch sie findet unter Bedingungen statt, die man pralles, aber auch bedrohtes Leben nennen kann. Sie  berührt ein Problem, das Zeit um Zeit ungelöst geblieben ist: das Problem von Krieg und  Frieden, verdichtet im Wirken eines jungen Priesters in friedlosen Zeiten. Die “Kulisse” wirkt  wie aus einem historischen Milieu, ist aber mit ein paar Eingriffen in die Szene brandaktuell. Dieser “Umbau” ist jedem Leser anheim gegeben.

“Ungemütlich” das alles? Ja. Existenziell? Auch das. Lesenswert? Ja.

Mein drittes Buch

Auch 2018 erschien bei BLURB das Buch "Poesie und Fotokunst", das eine Verbindung von eigenen Fotoarbeiten mit überwiegend Lyrik aus eigener Feder, zum geringeren Teil mit Lyrik von fünf Gastautorinnen enthält. 

Mein viertes Buch 

mit dem Titel "Bild findet Worte", Vlg. BoD, enthält an Eigenem Fotoarbeiten von mir, zu denen 6 Autorinnen und 1 Autor, ähnlich dem Buch "Poesie und Fotokunst", extra Lyrik verfasst haben. Meine Rolle ist in diesem Fall die des Herausgebers. 

Zu einem weiteren Buch steht etwas unter Fotografieren.

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Hörbeispiele




 

Am Meer 1

Am Meer 2

Am Meer 3

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Presse
"Celler Allgemeine Zeitung"
14. Juli 1998

 
Peiner Künstler lasen in Celle
 
Literatur zwischen Musik und Kartoffelgerichten
 
Lyriker, Schriftsteller und Literaturfreunde bevölkerten am vergangenen Sonntag Morgen das Erste Celler Kartoffelhaus. Der VLOH-Verlag hatte zur Matinee geladen, und die Mitglieder des Kunst-Clubs Peine waren dem Ruf nach Celle gerne nachgekommen.
"Gegengewichte" wollten sie in die literarische Waagschale werfen, und so lugte manch schwerwiegender Gedanke aus den lichten Wortgespinsten der Dichter um die Autorin und Galeristin Katja Göbel hervor. Ausgewogen auch präsentierte sich die Mischung von heiteren und besinnlichen Texten: Lyrik, Prosa und musikalischen Lesepausen.
Einfühlsam ließ Tenor Petr Chrastina am Keyboard die vorgetragenen Texte instrumental nachhallen, bevor er selbst sich mit einem "komponierten" Gedicht zu Wort meldete. Wohlwollend lauschte das Publikum der radiogeschulten Stimme des Gastlyrikers Walter Zeis aus Hannover und den munteren Medienattacken Thomas Rauterbergs
Leisere Töne schlugen die dichtenden Damen an. Etwa Heike Gabele mit ihren Reflexionen zur Irrfahrt menschlichen Lebens oder Elfi Folta mit einer eindringlichen Kurzgeschichte um Sinn und Schuld. Ganz anders wiederum Ulrike Graebsch: Mit einer improvisierten Gesangseinlage erheiterte sie die Zuhörer ihrer Erzählung "Die Miete ist fällig" und vertiefte so mehr oder weniger unfreiwillig die Lebensnähe des tragikomischen Textes.
Begeisterte sich das Publikum vorwiegend für die dargebotene Vielfalt, so lobten die Darbietenden den angenehmen Veranstallungsort. Das freundlich dekorierte Kartoffelhaus sei hervorragend geeignet, Schwellenangst gegenüber Literaturvorträgen zu überwinden. Auch Verleger Lars O. Heintel zeigte sich zufrieden mit dieser ersten öffentlichen Veranstaltung des VLOH-Verlages und kündigte weitere Lesungen für die Adventszeit an.
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Telefon: 0511 / 15966     
  

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